Hitze ist in Göttingen bereits heute eine zentrale Herausforderung für die Stadtentwicklung und den Gesundheitsschutz – zugleich sind Menschen je nach Alter, Gesundheit, Wohnsituation, Mobilität und sozialer Einbindung unterschiedlich stark betroffen. Mit dem Projekt „Hitze verstehen, erkennen und anpassen“ entwickelt die Stadt Göttingen im Rahmen des EU-Interreg-Projekts COOL CITIES unterstützt durch urbanista ihre bisherigen Strategien zur Klimaanpassung weiter und übersetzt sie in konkrete, alltagstaugliche Anwendungen.
urbanista verbindet dafür sozialwissenschaftliche Erhebungen und Beteiligung mit räumlichen Analysen, GIS-gestützter Datenauswertung und Kommunikationsdesign. Passant*innenbefragungen, Fokusgruppen und Gespräche mit lokalen Akteur*innen zeigen, wie Hitze im Alltag erlebt wird, welche Bewältigungsstrategien bereits bestehen und wo Unterstützungsbedarfe liegen. Die Ergebnisse werden im Göttinger Hitze-Check gebündelt und in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt.
Darauf aufbauend werden Kriterien für öffentlich zugängliche kühle Räume entwickelt, potenzielle Standorte kartiert und Modellprojekte konzipiert. Eine digitale und analoge Karte führt schließlich kühle Aufenthaltsmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich zusammen und bietet den Göttinger*innen an heißen Tagen konkrete Orientierung. Bis Ende 2027 entstehen so neue Wissensgrundlagen und anwendbare Werkzeuge für Stadtverwaltung, lokale Einrichtungen und Stadtgesellschaft.
2026 - 2027
Doris Sibum, Tobias Hage, Saskia Niklas, Marie-Louise Leppert, Tobias Hoss