Doppelt hält besser! Wir freuen uns sehr, dass gleich zwei unserer Projekte beim diesjährigen polis Award im Mai 2026 mit dem 2. Platz ausgezeichnet wurden.
Für das Pilotquartier Netto Null in Zürich gab es den 2. Preis in der Kategorie Kommunikative Stadtgestaltung und für die Strategie Bahnhofsviertel 2024–2040 gab es den 2. Preis in der Kategorie Impulsgebende Phase Null.
Der polis Award wird seit 2015 in Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur jährlich im Rahmen der polis Convention, Fachmesse für Stadt- und Projektentwicklung in Düsseldorf verliehen.
Kommunikative Stadtgestaltung
Im Rahmen seiner Laudatio zum 2. Preis für das Pilotquartier Netto Null in Zürich fasste Jurymitglied Erik Sassenscheidt, Geschäftsführender Gesellschafter der Sassenscheidt GmbH & Co. KG. die Entscheidung für die Auszeichnung folgendermaßen zusammen:
„Große Transformationsaufgaben wie der Klimaschutz lassen sich nur dann wirksam umsetzen, wenn sie im Alltag der Menschen ankommen und gemeinsam getragen werden.” Zudem sagte er: „Besonders überzeugend erachtet die Jury dabei den Reallabor-Ansatz: Maßnahmen werden nicht nur entwickelt, sondern erprobt, ausgewertet und kontinuierlich weiterentwickelt. So entsteht ein lernendes System, das Beteiligung, Umsetzung und Wirkung miteinander verknüpft – und als Modell weit über den konkreten Ort hinaus wirkt.”
Im Rahmen des Thinktanks, an dem 45 Vertreter*innen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Kultur, Sozialarbeit, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft beteiligt waren, wurde eine gemeinsam getragene „Strategie Bahnhofsviertel 2024–2040″ erarbeitet. Diese bildet den Kompass für die zukünftige Entwicklung des Viertels und setzt auf gemeinsam formulierte Grundsätze und Ziele, die als Leitlinien dienen. Konkrete Projektvorschläge sollen den Wandel in einem der vielfältigsten, chancenreichsten und zugleich herausforderndsten Stadtteile Deutschlands schrittweise voranbringen.
Impulsgebende Phase Null
Für die Strategie Bahnhofsviertel 2024–2040 gab es den 2. Preis in der Kategorie Impulsgebende Phase Null.
Reiner Nagel, Juryvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, die von Anfang an Kooperationspartnerin des polisAwards ist, sagte in seiner Laudatio:
„Bevor konkrete räumliche Maßnahmen greifen, braucht es in komplexen Stadträumen vor allem eines: ein gemeinsames Verständnis des Handelns. Das ausgezeichnete Projekt zeigt dies für einen hoch verdichteten, gesellschaftlich herausfordernden Ort. Statt eines Masterplans ist hier ein strategischer Kompass entstanden, der räumliche, soziale und ordnungspolitische Fragen bewusst zusammendenkt – und damit deutlich macht, dass im Bahnhofsviertel soziale und räumliche Themen gleichermaßen wirksam sind. Die Jury erachtet es als auszeichnungswürdig, wie in einem dezernatsübergreifenden Prozess Perspektiven aus Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft zusammengeführt und in gemeinsame Leitplanken übersetzt wurden.”
Der Pilotcharakter des Projekts ermöglicht es, wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen und ein übertragbares Methodenset zu entwickeln. Ziel ist es, erfolgreiche Ansätze künftig auch in anderen Quartieren anzuwenden und so die Transformation in Richtung Netto-Null breiter zu verankern.

Strategie Bahnhofsviertel
2024 – 2040
Think-Tank-Prozess für eine nachhaltige Transformation des Frankfurter Bahnhofsviertels
Beide Auszeichnungen bestätigen die Bedeutung unserer Arbeit in der Stadtentwicklung: Komplexe Transformationsprozesse verständlich zu machen und tragfähige Lösungen zu entwickeln, die langfristige Veränderungen ermöglichen.
Danke an unsere Auftraggeberinnen, Projektpartnerinnen und alle Beteiligten für das Vertrauen und die großartige Zusammenarbeit.


