Was uns aktuell bewegt: Innenstadtwandel

Warum die Innenstadt der Zukunft niemals statisch, sondern als eine lebendige Mitte und soziale Plattform stets in Bewegung sein muss. Ein zentrales, dynamisches System, das gesamtstädtisch Impulse setzt.

Kaum ein Stadtraum spiegelt planerische Fehlentscheidungen und Gestaltungsdefizite der Vergangenheit derart wider wie die Innenstadt. Als Spielball des Neokapitalismus der 80er und 2000er Jahre sind deutsche Innenstädte heute von hoher Dysfunktionalität geprägt. Die sozialen und gesellschaftlichen Konsequenzen sind deutlich spürbar, die klimatischen Folgen längst nicht mehr zu vernachlässigen – in kaum einem Raum staut sich die Hitze derart wie in der Innenstadt. Die Art und Weise, wie wir den Transformationsprozess der Innenstadt angehen müssen, ist komplexer und dynamischer als jemals zuvor.

Bild einer typischen Innenstadtstraße mit einigen Passant*innen.
Ein Foto mit verschiedenen, bunten Ergebnisbroschüren von Innenstadtprojekten von urbanista. Zu sehen ist unter anderem das Zukunftskonzept Innenstadt Offenbach.
Unsere Innenstadtbroschüren im Überblick

Keine Innenstadt erzählt dieselbe Geschichte.

Wir können die Fehlentscheidungen der Vergangenheit nicht rückgängig machen. Was wir aber können: Den Folgen entgegenwirken und heute die richtigen Entscheidungen für morgen und übermorgen treffen. Seit rund einer Dekade setzen wir uns mit dem Innenstadtwandel kleinerer und größerer Kommunen auseinander und sowohl auf Landes- als auch auf kommunaler Ebene ortsspezifische Benchmarks in Sachen Innenstadttransformation. Mit auf den ersten Blick hoffnungslos verlorenen ebenso wie mit scheinbar makellosen, aber dennoch nicht zukunftsfähig aufgestellten Stadtzentren. Rund 15 Stadtzentren, die ihre ganz eigenen Geschichten mit sich bringen und individuelle Betrachtungsweisen erforderten; ortsspezifische Prozesse, innerhalb derer wir dutzende Dialog- und Beteiligungsformate durchführten, politische Spitzenvertreter*innen mit Verwaltungsmitarbeiter*innen an einen Tisch zum Dialog auf Augenhöhe setzten und engagierte Bürger*innen und Expert*innen innerhalb von Entwurfssessions zum visionär-sein befähigten.


Wir betrachten die Innenstadt der Zukunft als Herzschlag der Stadtgesellschaft mit kulturellen und sozioökonomischen Nutzungen. Ein resilienter Raum im ständigen Wandel, gestaltet und getragen von einer kooperativ agierenden Stadtgesellschaft.

Ein Facelift der Fußgängerzone ist noch kein neues Betriebssystem für die Innenstadt

Wenn unsere jahrelange Auseinandersetzung mit ganz unterschiedlichen innerstädtischen Herausforderungen uns eins gelehrt hat, dann: Die Probleme von heute lassen sich nicht über den Raum allein lösen. Natürlich ist die Reaktivierung von Freiflächen und Gestaltung des öffentlichen Raumes im Hinblick auf den menschlichen Maßstab elementar. Doch: Generieren wir zugleich nicht auch eine ortsspezifische Authentizität und Atmosphäre haben wir versagt. Insofern betrachten wir die Innenstadt der Zukunft als Herzschlag der Stadtgesellschaft mit kulturellen und sozioökonomischen Nutzungen. Ein resilienter Raum im ständigen Wandel, gestaltet und getragen von einer kooperativ agierenden Stadtgesellschaft, die dank nachhaltiger Betreiber- und Finanzierungsmodelle auch losgelöst vom staatlichen Agieren funktioniert. Dafür braucht es dringend ein neues Betriebssystem, das programmatisch sinnvoll und anwender*innenfreundlich zugleich ist.

Gruppe von Menschen sitzt um einen Tisch in einem Workshopraum mit bunten Bildern an der Wand und diskutiert über Karten und Pläne.
1. Zukunftsdialog - Zukunftsbild Innenstadt Hamburg
Aufgeschlagenes Heft mit gelber Seite zum ‚Zielkompass‘ der Innenstadtentwicklung Hamburg und einer Übersichtsgrafik mit buntem Kreisdiagramm auf der rechten Seite.

Neue Wirksamkeit braucht kontinuierliche Partnerschaften

Ein solches Betriebssystem sind wir in der Lage, ortsspezifisch zu entwickeln und im Schulterschluss mit den betroffenen Akteur*innen die Basis für eine zukunftsgerechte Innenstadtentwicklung zu schaffen. Deshalb plädieren wir für eine Verstetigung unserer Rolle über die reine Impulsberatung hinaus – und für eine Justierung der Vergabeverfahren, die langfristige Wirksamkeit vor Ort ermöglicht. Vergabeverfahren in Ländern wie Frankreich oder den Niederlanden, die auf Flexibilität, Langfristigkeit und kooperative Zusammenarbeit setzen, können hier als Vorbild dienen. Während dort Planungs- und Umsetzungsphasen aus einer Hand, über viele Jahre hinweg, festgelegt und langfristige Kooperationen zwischen Stadt und privaten Akteur*innen (etwa in Form von Entwicklungsgesellschaften auf Zeit) gegründet werden, schauen wir bei der praktischen Umsetzung unserer Impulse lediglich vom Beckenrand zu. Das bietet wenig Spielraum für langfristige Qualität.

Quer durch die Republik:
Unsere Innenstadtprojekte

Zeitraum

Projekt

Ort

seit 

2025

Umsetzungsstrategie Zukunft Innenstadt Düsseldorf

Düsseldorf

seit 

2025

Umsetzungsstrategie Zukunft Innenstadt Düsseldorf

Düsseldorf

seit 

2024

Integriertes Entwicklungskonzept Innenstadt Mainz

Mainz

seit 

2024

Integriertes Entwicklungskonzept Innenstadt Mainz

Mainz

seit 

2023
Hamburg

seit 

2023
Hamburg

seit 

2022
Paderborn

seit 

2022
Paderborn
2024
– 2025
Dornbirn, Österreich
2024
– 2025
Dornbirn, Österreich
2022
– 2024

Zukunft Innenstadt Rüsselsheim

Rüsselsheim
2022
– 2024

Zukunft Innenstadt Rüsselsheim

Rüsselsheim
2021
– 2024
Hessen
2021
– 2024
Hessen
2019
– 2023

Sindelfingen macht Mitte!

Sindelfingen
2019
– 2023

Sindelfingen macht Mitte!

Sindelfingen
2021
– 2023

Innenstadtstrategie Bielefeld

Bielefeld
2021
– 2023

Innenstadtstrategie Bielefeld

Bielefeld
2021
– 2023
Darmstadt
2021
– 2023
Darmstadt
2021
– 2022

Bremerhaven Innenstadt

Bremen
2021
– 2022

Bremerhaven Innenstadt

Bremen
2018
– 2021
Offenbach
2018
– 2021
Offenbach
2016
– 2017

Bochum Vision Innnenstadt 2030

Bochum
2016
– 2017

Bochum Vision Innnenstadt 2030

Bochum
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